Projekte

Projekt des Jahres 2021

Digitale Bildung auch für die blinden und sehbehinderten Schüler/innen der Zeune-Schule

In der Johann-August-Zeu­ne-Schu­le wer­den im Schul­jahr 2020/21 118 Kin­der und Jugend­li­che im Alter zwi­schen 3 und 20 Jah­ren beschult. Alle haben eine Seh­be­hin­de­rung oder sind blind. Etwa die Hälf­te aller Schü­ler/-innen hat zusätz­lich noch eine geis­ti­ge und/oder kör­per­li­che Behinderung.

Durch die ver­schie­de­nen Pha­sen der Schul­schlie­ßung wer­den neue Anschaf­fun­gen in der Tech­nik not­wen­dig, um alle Kin­der zu Hau­se zu errei­chen und auch dort im Rah­men der Digi­ta­len Bil­dung mit bar­rie­re­frei­en End­ge­rä­ten, Cloud­sys­tem und Video­kon­fe­renz­an­ge­bo­ten unter­stüt­zen zu kön­nen. Die Zeu­ne-Schu­le ver­fügt über WLAN, das aktu­ell aller­dings nur in eini­gen Räu­men (Kon­fe­renz­raum, Biblio­thek, Aula) zur Ver­fü­gung steht.

War­um flä­chen­de­cken­des WLAN für die Zeune-Schule?

Die Aus­wir­kun­gen der Schul­schlie­ßung und Beschu­lung in Wech­sel­mo­del­len haben gezeigt, dass die bis­he­ri­ge Aus­stat­tung der Schu­le nicht reicht, da inner­halb kur­zer Zeit neue Mög­lich­kei­ten geschaf­fen wer­den muss­ten. Fle­xi­bel und indi­vi­du­ell müs­sen Kin­der aus Risi­ko­grup­pen oder Kin­der, die sich in Qua­ran­tä­ne befin­den erreicht und in den Unter­richt inte­griert wer­den. Dafür ist der Ein­satz von Tablets und Smart­pho­nes not­wen­dig, die mit WLAN ver­bun­den in allen Räu­men nutz­bar sind. Flä­chen­de­cken­des WLAN ermög­licht auch den Lehr­kräf­ten ein unab­hän­gi­ge­res und fle­xi­ble­res Arbei­ten im gesam­ten Schulhaus.

Finan­zie­rung

Die Infra­struk­tur für den WLAN-Aus­bau ist größ­ten­teils gege­ben. Es feh­len z. B. noch soge­nann­te Acces­s­points für alle Räu­me. Für die Ein­rich­tung die­ser Ver­bin­dungs­punk­te und die Neu­an­schaf­fung von wei­te­ren geeig­ne­ten Endgeräten.

Für die gesam­te Schu­le ent­ste­hen so Kos­ten in Höhe von 6000 €, die aktu­ell nicht von ande­rer Stel­le über­nom­men wer­den kön­nen, da z.B. das Geld aus dem Digi­tal­pakt für die neue Aus­stat­tung mit PCs, Braille­zei­len und Screen­rea­dern benö­tigt wird.

SPENDENKONTO: Tog­e­ther e. V., Ber­li­ner Volks­bank
IBAN: DE55 1009 0000 3383 1780 44 Stich­wort: Zeune-Schule

KONTAKT: Sieg­fried Heli­as, Brit­zer Damm 77, 12347 Ber­lin, Tel.: 0172 310 63 92
Mail: contact@siegfried-helias.de Web: www.together-ev.de

Alle Fotos © Zeune-Schule

Projekt des Jahres 2020

„Spielzimmer zum Anfassen“

Ein­rich­tung eines Pro­jekt­raums und Kauf von Büchern und Spie­len für blin­de und seh­be­hin­der­te Kin­der beim All­ge­mei­nen Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­ver­ein Ber­lin gegr. 1874 e. V. (ABSV) in der Auer­bach­stra­ße 7, 14193 Berlin-Wilmersdorf.

Bücher und Spie­le sind auch für blin­de und seh­be­hin­der­te Kin­der sehr wich­tig, denn sie unter­stüt­zen die Sprach­ent­wick­lung, ver­mit­teln ihnen ein Gefühl für die Schrift und för­dern die Phan­ta­sie der Kin­der. Beim Spie­len wer­den fein­mo­to­ri­sche Fähig­kei­ten und sozia­le Kom­pe­ten­zen ent­wi­ckelt. Das Pro­blem ist, dass der Her­stel­lungs­auf­wand von blin­den­ge­rech­ten Kin­der­bü­chern und Spie­len ist sehr hoch ist, sie wer­den oft lie­be­voll in Hand­ar­beit her­ge­stellt. Auch die Kos­ten sind des­halb sehr hoch: tak­ti­le Kin­der­bü­cher kos­ten zwi­schen 50,00 und 100,00 Euro, Spie­le zwi­schen 20,00 und 100,00 Euro. Vie­le Fami­li­en kön­nen es sich nicht leis­ten, ihren Kin­dern immer wie­der neue Ange­bo­te und Impul­se zu ver­schaf­fen, was jedoch gera­de bei Kin­dern mit einer Sin­nes­be­hin­de­rung sehr wich­tig ist.

Der ABSV möch­te daher den Fami­li­en mit blin­den und seh­be­hin­der­ten Kin­dern die Mög­lich­keit geben, Bücher und Spie­le beim ABSV kos­ten­frei aus­zu­lei­hen. Einen Grund­stock von Büchern und Spie­len haben wir bereits erwer­ben können.

Nun geht es dar­um, den Grund­stock zu erwei­tern und einen ein­la­den­den, freund­li­chen Raum ein­zu­rich­ten, den Kin­der und Eltern ger­ne nut­zen, um die Bücher und Spie­le gleich vor Ort aus­zu­pro­bie­ren und die Lieb­lings­sa­chen anschlie­ßend aus­zu­lei­hen. Der Raum soll außer­dem als Treff­punkt, als Pro­jekt­raum sowie für Work­shops genutzt wer­den. Hier sol­len sich Fami­li­en mit blinden/sehbehinderten Kin­dern bzw. blin­de und seh­be­hin­der­te Eltern mit ihren Kin­dern tref­fen kön­nen. Auch für Krea­tiv- und Bas­tel­work­shops soll die­ser Raum genutzt werden.

Für die Anschaf­fung wei­te­rer Bücher und Spie­le sowie für die kin­der- und fami­li­en­freund­li­che Ein­rich­tung des Biblio­theks­rau­mes mit Rega­len, Tisch­chen, Stüh­len und Sitz­tep­pi­chen wird für das Jahr 2020 ein vor­aus­sicht­li­cher Bedarf bis zu 5.000,00 Euro not­wen­dig sein.

Die Akti­on Augen-Licht unter­stützt unter Lei­tung des Augen­arz­tes Dr. Chris­toph Wie­mer ihren lang­jäh­ri­gen Part­ner ABSV gern bei die­sem anspruchs­vol­len Pro­jekt und sucht mit der City Stif­tung Ber­lin und Tog­e­ther e. V. wei­te­re Unterstützer.

Steu­er­ab­zugs­fä­hi­ge Spen­den­be­schei­ni­gun­gen wer­den gern erteilt.

SPENDENKONTO: Tog­e­ther e. V., Ber­li­ner Volks­bank
IBAN: DE55 1009 0000 3383 1780 44 Stich­wort: ABSV-Projektraum

KONTAKT: Sieg­fried Heli­as, Brit­zer Damm 77, 12347 Ber­lin, Tel.: 0172 310 63 92
Mail: contact@siegfried-helias.de Web: www.together-ev.de

Alle Fotos © Naujokat/ABSV

Augencheck für Kinder 

Unter der Schirm­herr­schaft der Augen­arzt­pra­xis Dr. Wie­mer & Dr. Dr. Kau­len konn­te das Pro­jekt „Augen­check für Kin­der“ in Zusam­men­ar­beit mit dem Berufs­ver­band der Augen­ärz­te Deutsch­land e.V., mit dem Ver­ein „Tog­e­ther e.V.“, dem Senat von Ber­lin und der Bun­des­agen­tur für Arbeit umge­setzt werden.

Die Ergeb­nis­se die­ses, in sei­nem Umfang ein­ma­li­gen Pro­jek­tes wur­den in Anwe­sen­heit von Tho­mas Här­tel, Staats­se­kre­tär in der Senats­ver­wal­tung für Schu­le, Jugend und Sport präsentiert.

Über 6.000 Kin­der im Alter zwi­schen zwei und sechs Jah­ren wur­den in Ber­lin durch den Ein­satz von 38 Augen­arzt­pra­xen kos­ten­frei in rund 110 Kin­der­ta­ges­stät­ten auf Augen­feh­ler unter­sucht. Es han­del­te sich um 2.960 Jun­gen und 3.049 Mäd­chen. Ent­schei­dend dabei ist die Tat­sa­che, dass von den in der Unter­su­chung auf­fäl­li­gen Kin­dern nur 10,63 Pro­zent in Behand­lung waren, knapp 70 Pro­zent nicht, bei denen die Seh­feh­ler des­halb nie auf­ge­fal­len und zu Spät­schä­den geführt hät­ten! Die­se Unter­su­chun­gen sind von ent­schei­den­der Bedeu­tung, da vie­le der in die­sem Alter fest­ge­stell­ten Erkran­kun­gen nach dem 7. Lebens­jahr nicht mehr zu behan­deln sind.

Dr. Wie­mer (l.) zeigt die Test­me­tho­de Staats­se­kre­tär Här­tel (M.) und dem CIP-Vor­sit­zen­den Sieg­fried Helias.
Dr. Wie­mer ließ es sich nicht neh­men, vie­le Unter­su­chun­gen selbst durchzuführen.
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